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Wale und Delfine: warum der September ein guter Monat dafür ist

Die Atlantikküste vor Mosteiros mit den vorgelagerten Felsinseln

Die Azoren liegen mitten im Atlantik, und direkt vor der Küste fällt der Meeresboden steil ab. Genau deshalb kommen die Tiere so nah heran: Ein paar Kilometer vor São Miguel ist das Wasser schon über tausend Meter tief. Rund um die Inseln wurden im Lauf der Jahre über zwanzig Wal- und Delfinarten gezählt — die Azoren gehören damit zu den besten Orten der Welt für so eine Tour.

Was im Herbst unterwegs ist

Das ganze Jahr über leben hier Pottwale und mehrere Delfinarten, vor allem Große Tümmler und Gemeine Delfine. Die großen Bartenwale — Blau-, Finn- und Seiwale — ziehen dagegen im Frühjahr vorbei, etwa von April bis Juni; die kann man im September nicht erwarten.

Dafür hat der Spätsommer andere Vorteile: Das Meer ist ruhiger als im Frühjahr, das Wasser warm, und Delfinschulen sind fast täglich draußen. Wer im September oder Oktober hinausfährt, sieht mit ziemlicher Sicherheit Delfine und mit guten Chancen Pottwale.

Wie so eine Fahrt abläuft

Die Boote starten vom Hafen in Ponta Delgada — vom Haus aus etwa 40 Minuten Fahrt. Eine Tour dauert in der Regel zweieinhalb bis drei Stunden. Ihr habt die Wahl zwischen kleinen Schlauchbooten, die schnell und sportlich sind, und größeren Katamaranen, die ruhiger liegen und mehr Platz bieten — mit Kindern oder empfindlichem Magen ist der Katamaran die bessere Wahl.

Das Besondere an den Azoren sind die vigias: Ausguckhäuschen an den Klippen, von denen aus Beobachter mit dem Fernglas das Meer absuchen und den Booten per Funk durchgeben, wo sich etwas tut. Diese Leute kommen oft noch aus der Zeit des Walfangs, nur dass heute fotografiert statt harpuniert wird. Deshalb sind die Trefferquoten hier so hoch — die Boote fahren nicht auf gut Glück raus.

Worauf wir achten würden

  • Morgens buchen. Vormittags ist das Meer meist glatter; nachmittags frischt der Wind oft auf.
  • Gegen Seekrankheit vorbeugen. Auch bei ruhiger See schaukelt es draußen deutlich mehr als im Hafen. Tabletten wirken nur, wenn ihr sie rechtzeitig vorher nehmt.
  • Warm und winddicht anziehen. Auf dem Wasser sind gefühlt zehn Grad weniger als an Land, und Gischt gibt es gratis dazu.
  • Auf den Anbieter schauen. Seriöse Veranstalter halten Abstand, schneiden den Tieren nicht den Weg ab und haben einen Biologen an Bord, der erklärt, was ihr gerade seht. Viele bieten eine kostenlose zweite Ausfahrt an, falls beim ersten Mal nichts zu sehen war — ein gutes Zeichen.
  • Keine Garantie erwarten. Es sind wilde Tiere im offenen Atlantik. Meistens klappt es, manchmal eben nicht.

Wenn ihr mögt, sagt uns bei der Anfrage Bescheid — wir geben euch gern weiter, welche Anbieter unseren Gästen zuletzt gut gefallen haben.

Hier seht ihr, wann das Haus frei ist.

Frank, Bärbel, Maren & Simon