Lagoa do Fogo: hinunter an den Kratersee

São Miguel hat zwei große Kraterseen. Sete Cidades kennt man vom Foto — die Lagoa do Fogo ist die stillere Schwester: kein Dorf am Ufer, keine Straße, kein Café. Nur Wasser, helle Sandbänke und ringsum grüne Kraterwände. Sie liegt mitten auf der Insel im Naturschutzgebiet des Água-de-Pau-Massivs, und für viele unserer Gäste ist sie am Ende der schönste Tag der Reise.
Erst der Blick von oben
Die Straße über den Pico da Barrosa führt oben am Kraterrand entlang, und gleich an mehreren Stellen könnt ihr direkt an der Straße halten und hinunterschauen: der ganze See auf einmal, dahinter der Atlantik. Vom Casa de Sonho seid ihr in etwa 45 Minuten dort — Richtung Ribeira Grande und dann die Bergstraße hinauf.
Und dann hinunter
Vom nördlichen Kraterrand führt ein Pfad hinab ans Ufer. Er ist gut zu finden, aber steil und stellenweise voller loser Steine — feste Schuhe sind Pflicht, Sandalen nicht. Hinunter braucht ihr rund 20 bis 30 Minuten, für den Rückweg planen wir immer das Doppelte ein.
Unten wartet ein heller Sandstrand mit ganz flachem Einstieg. Baden ist ein Erlebnis, aber macht euch keine Illusionen: Das Wasser ist auch im Hochsommer richtig kalt. Es gibt oben wie unten weder Kiosk noch Schatten — Wasser, Sonnencreme und eine Kleinigkeit zu essen gehören in den Rucksack.
Unsere Tipps
- Morgens fahren. Der Kraterrand zieht ab Mittag gern Wolken an, während unten in Mosteiros die Sonne scheint. Ein Blick auf die Webcams von spotazores.com am Frühstückstisch spart die Umsonst-Fahrt.
- Früh dran sein lohnt doppelt. Die Parkbuchten am Straßenrand sind im Juli und August schnell voll.
- Warm anziehen. Oben am Kamm weht fast immer Wind, auch bei 25 Grad im Tal. Eine dünne Jacke gehört ins Auto.
- Gut kombinieren: Auf derselben Strecke Richtung Ribeira Grande liegt die Caldeira Velha — warmes Quellwasser nach dem kalten See ist genau die richtige Reihenfolge.
Wer die Insel lieber langsam angeht, macht daraus einen ganzen Tag: morgens der See, mittags ein Ananas- oder Teebesuch bei Ribeira Grande, abends zurück in den Garten vom Casa de Sonho und zusehen, wie die Sonne hinter den Ilhéus versinkt.
Hier seht ihr, wann das Haus frei ist.
Frank, Bärbel, Maren & Simon