Einkaufen auf São Miguel: was in den Korb gehört

Zum Essengehen gibt es auf der Insel reichlich Gelegenheit — aber ein paar Abende zu Hause zu kochen, gehört für uns zum Urlaub dazu. Die Küche im Haus ist voll ausgestattet, und der Einkauf selbst ist schon ein kleines Erlebnis.
Wo ihr einkauft
Für den Wocheneinkauf fahrt ihr am besten einmal in einen der großen Supermärkte in Ribeira Grande oder Ponta Delgada. Dort gibt es alles, auch die Dinge, die man aus deutschen Regalen kennt. Für Brot, Milch und das Vergessene reicht der kleine Laden im Dorf.
Wer Zeit hat, schaut in die Markthalle in Ponta Delgada (Mercado da Graça): Obst, Gemüse, Käse, Fisch, alles aus der Region und meistens günstiger als im Supermarkt. Vormittags ist am meisten los, nachmittags wird abgebaut.
Was ihr mitnehmen solltet
- Fisch. Thunfisch ist hier kein Delikatessengut, sondern Alltag — frisch, dick geschnitten, kurz in die Pfanne, fertig. Daneben gibt es Makrelen, Brassen und, wenn ihr mutig seid, lapas: Napfschnecken, die mit Knoblauchbutter und Zitrone gegrillt werden.
- Käse. Der halbfeste Azorenkäse vom Nachbareiland São Jorge ist kräftig und vollkommen zu Recht berühmt. Dazu ein frisches Brot, und das Abendessen steht.
- Rindfleisch. Die Kühe, die überall an den Hängen stehen, stehen dort nicht zur Dekoration. Das Fleisch ist gut und im Verhältnis günstig — und der Grill im Garten wartet.
- Ananas. Die Azoren-Ananas wächst in Gewächshäusern bei Ponta Delgada und braucht fast zwei Jahre. Sie ist kleiner und süßer als die aus dem Flugzeug.
- Bolo lêvedo. Flache, weiche Hefebrötchen aus Furnas. Getoastet, mit Butter, zum Frühstück. Danach wollt ihr keine anderen mehr.
- Tee. Auf São Miguel liegt die einzige Teeplantage Europas, die seit dem 19. Jahrhundert durchgehend produziert. Eine Packung schwarzer Tee ist das leichteste Mitbringsel überhaupt.
Zwei praktische Hinweise
Die Supermärkte sind sonntags oft nur vormittags geöffnet — der Sonntagabend-Einkauf geht auf der Insel schief. Und packt die offenen Lebensmittel zu Hause in verschließbare Dosen oder in den Kühlschrank: São Miguel hat ein feuchtes Klima und sehr fleißige Ameisen.
Am schönsten wird es sowieso draußen: gegrillter Fisch, ein Glas Wein und der Sonnenuntergang über dem Atlantik. Dafür müsst ihr nicht mal das Grundstück verlassen.
Hier seht ihr, wann das Haus frei ist.
Frank, Bärbel, Maren & Simon