Eine Woche Homeoffice am Atlantik: geht das hier?

Immer häufiger schreiben uns Gäste, die nicht zwei Wochen Urlaub nehmen wollen, sondern eine Woche arbeiten und eine Woche frei machen. Das funktioniert hier erstaunlich gut — vorausgesetzt, man weiß vorher ein paar Dinge.
Die Zeitverschiebung arbeitet für euch
Die Azoren liegen zwei Stunden hinter Deutschland — das ganze Jahr über, weil die Inseln die Sommerzeit mitmachen. In der Praxis heißt das: Wenn in Deutschland um neun der Tag losgeht, ist es hier sieben. Ihr habt also jeden Morgen zwei ruhige Stunden, bevor das erste Postfach aufgeht, und seid trotzdem pünktlich zur Mittagsrunde da.
Wer um 17 Uhr deutscher Zeit Feierabend macht, hat hier noch drei Stunden Tageslicht vor sich. Im Sommer reicht das für einen Sprung ins Wasser und den Sonnenuntergang.
Die Technik
Im Haus liegt WLAN mit 100 Mbit/s — genug für Videokonferenzen, auch mit mehreren Geräten gleichzeitig. Portugal gehört zur EU, euer Mobiltarif gilt also ohne Zusatzkosten weiter. Steckdosen sind dieselben wie in Deutschland.
Der große Esstisch in der Küche ist der beste Arbeitsplatz im Haus: Tageslicht von zwei Seiten, Platz für zwei Laptops nebeneinander. Einen klassischen Schreibtisch gibt es nicht — wer acht Stunden am Stück tippt, sollte sich darauf einstellen.
Was ihr wissen solltet
- Draußen arbeiten klappt selten. Auf der Terrasse weht fast immer Wind, und bei Sonne sieht man auf dem Bildschirm nichts. Schön zum Telefonieren, schwierig zum Arbeiten.
- Unterwegs ist das Netz lückenhaft. In den Bergen, an den Kraterrändern und an manchen Küstenabschnitten bricht das Mobilnetz weg. Verlasst euch für wichtige Termine aufs Haus.
- Plant die Ausflüge auf den Nachmittag. Vormittags ist das Wetter ohnehin am verlässlichsten — und ihr sitzt dann sowieso am Rechner.
- Nebensaison ist Arbeitssaison. Im Oktober und November ist die Insel leer, das Wasser noch warm, und ihr habt die Aussichtspunkte nach Feierabend für euch.
Ehrlich gesagt ist der schwierigste Teil nicht die Technik. Es ist der Blick aus dem Küchenfenster, wenn draußen die Sonne über dem Atlantik steht und das Meeting gerade in die Verlängerung geht.
Hier seht ihr, wann das Haus frei ist.
Frank, Bärbel, Maren & Simon